Posts by blinky

    Guten Abend,

    mein Steuerberater wünscht, dass ich ihm keine Buchungssätze übermittle, die er bereits in seinem System (DATEV) vorhanden sind.

    Ausgangssituation
    Mein Steuerberater hat die Buchführung für Januar bis März 2024 durchgeführt und mir diese im DATEV-Buchungsstapel-Format (Datei: DTVF_Buchungsstapel*.csv) überlassen. In dieser Exportdatei war für jeden Buchungssatz eine eindeutige „Buchungs GUID" enthalten:


    Diese Daten habe ich in Taxpool importiert und anschließend ins Journal übernommen. Ab April 2024 übernahm ich die Verbuchung für die normalen Geschäftsvorfälle.

    Meine Fragen in diesem Zusammenhang:

    1. Werden diese aus der DATEV-Datei stammenden Buchungs-GUIDs beim Import in Taxpool dauerhaft gespeichert oder wird anderweitig festgehalten, dass ein Buchungssatz aus einem DTVF-Import stammte?
    2. Kann ich beim Export an meinen Steuerberater einen Filter setzen, der anhand dieser GUIDs (oder einer anderen Markierung) automatisch nur neu erfasste Buchungssätze übermittelt und bereits von ihm erhaltene Datensätze ausschließt? Mir scheint eine solche Funktion nicht zu existieren – sie würde mir aber sehr nützlich erscheinen.

    Mir ist bewusst, dass es laut Hilfe andersherum funktionieren soll (habe es aber nicht getestet). Um dies zu erreichen werden offenbar die Taxpool-internen GUIDs in den hier ersichtlichen Feldern zur DATEV exportiert und beim Reimport wieder zurückgespielt bzw. entsprechend berücksichtigt:


    Allerdings habe ich hier den umgekehrten Fall: Die Daten stammen originär aus DATEV, nicht aus Taxpool.

    Mein Workaround
    Aktuell halte ich meine eigenen Buchungen im Stapel, übernehme sie also nicht ins Journal. So kann ich beim DATEV-Export gezielt nur den Stapel auswählen und das Journal ausschließen – dadurch entstehen keine Dubletten.

    Problem
    Sobald ich auch meine Buchungen ins Journal übernehme, verliere ich diese Trennmöglichkeit. Mein Steuerberater führt für 2024 die Jahresabschlussarbeiten durch und liefert mir die in diesem Zusammenhang erfassten Buchungssätze wieder zurück (einschließlich der Eröffnungsbuchungen für 2025 mit Datum 01.01.2025). Diese muss ich wieder in Taxpool importieren, darf sie jedoch beim nächsten Export nicht erneut an ihn übermitteln.

    Mein Ziel: Ich suche eine etwas "sicherere" Lösung, die beim bidirektionalen Datenaustausch mit meinem Steuerberater Dubletten verhindert – unabhängig davon, ob sich die Buchungen im Stapel oder im Journal befinden. So, dass ich auch selbst mal ins Journal buchen kann und nicht alles nur im Stapel halten muss.

    Vielen Dank!

    Beste Grüsse
    blinky

    Ausgangssituation

    Beim Entfernen einer Belegzuordnung zu einem Buchungssatz erscheint derzeit immer ein Bestätigungsdialog mit der Frage, ob auch die Originaldatei (z.B. PDF) im Dateisystem gelöscht werden soll.

    In der überwiegenden Mehrzahl der Anwendungsfälle besteht jedoch lediglich die Absicht, die Verknüpfung zwischen Buchungssatz und Beleg aufzuheben – nicht aber, die Originaldatei dauerhaft zu löschen. Das gleichzeitige Löschen der Datei aus dem Dateisystem stellt eher den Ausnahmefall dar.

    Die wiederkehrende Abfrage bei jeder Löschung einer Belegzuordnung unterbricht den Arbeitsfluss unnötig und birgt vor allem das Risiko versehentlicher Dateilöschungen durch unaufmerksames Bestätigen.

    Verbesserungsvorschlag

    Implementierung einer konfigurierbaren Einstellung für das Standardverhalten beim Löschen von Belegzuordnungen, mit der Möglichkeit, die Bestätigungsabfrage dauerhaft zu deaktivieren.

    Anregung zur Umsetzung

    • Ergänzung einer neuen Einstellung zum Löschverhalten unter "Verwaltung -> Dokumente" mit den Optionen:
      • "Nur Verknüpfung/Verweis löschen (Datei bleibt erhalten)" – empfohlener Standard
      • "Jedes Mal nachfragen" – bisheriges Verhalten
      • "Verknüpfung und Datei löschen"
    • Alternativ oder ergänzend: Integration einer Checkbox "Diese Auswahl merken" oder "Nicht mehr nachfragen" im bestehenden Bestätigungsdialog
    • Bei Aktivierung der Checkbox: Automatisches Setzen der entsprechenden Einstellung in der Verwaltung


    Dieser Ansatz würde den Arbeitsfluss beim Löschen von Belegzuordnungen verbessern und gleichzeitig das Risiko versehentlicher Dateilöschungen minimieren. Anwender, die das bisherige Verhalten bevorzugen, könnten dies weiterhin nutzen.

    Danke!

    Viele Grüsse
    blinky

    Guten Tag!

    Ich möchte das Verhalten der Software bei der automatischen Zuordnung von Bankumsätzen zu den Personenkonten thematisieren.

    In meinem Beispiel wurde einem Kreditor in den Stammdaten unter "Bank" dessen IBAN hinterlegt (BIC absichtlich nicht ausgefüllt, weil nicht immer übermittelt):

    Der nachfolgende Screenshot zeigt zwei Kontoumsätze mit identischer IBAN:

    In den Einstellungen für die Kontoumsatz-Zuordnung sind Personenkonten mit höchster Priorität konfiguriert:


    Wie ersichtlich wurde am 24.04.2025 eine Zahlung (ausgehende Überweisung) an den Kreditor anhand der IBAN automatisch dem Personenkonto zugeordnet.

    Am 28.10.2025 erfolgte eine Erstattungszahlung (Gutschrift) vom selben Kreditor, die trotz identischer IBAN nicht automatisch dem Personenkonto zugeordnet wurde – hier war eine manuelle Zuordnung erforderlich.

    Die automatische Zuordnung differenziert bei der IBAN-Identifikation offenbar zwischen Zahlungsrichtung bzw. Debitor-/Kreditor-Eigenschaft. Die IBAN allein wird nicht als hinreichendes Zuordnungskriterium behandelt, wenn die Zahlungsrichtung nicht der Art des Personenkontos entspricht.

    Ich frage mich, ob diese hardkodierte Trennung tatsächlich erforderlich ist oder ob eine Aufweichung – zumindest als optionale Einstellung – nicht sinnvoll wäre. Eine IBAN-basierte Zuordnung unabhängig von der Zahlungsrichtung erscheint mir grundsätzlich akzeptabel, sofern nicht auch ein (in diesem Fall) Debitor mit derselben IBAN existiert.

    Beste Grüsse
    blinky

    Hallo Taxoloop,

    danke für die ausführliche Erklärung zu den fachlichen Unterschieden zwischen Belegnummer, Rechnungsnummer und Fremdbeleg. Diese Unterscheidung ist mir bewusst – ich hatte die Begriffe ja selbst aufgelistet, um Missverständnissen vorzubeugen, da in vorherigen Beiträgen von Rechnungsnummern die Rede war, obwohl ich im Eingangspost und auch danach ausschließlich von Belegnummern sprach:

    Man müßte ja dann auch alle jetzt neu entstandenen Rechnungen mit neuer Rechnungsnummer an die Kunden versenden.

    Daraufhin hatte ich in Post #8 klargestellt, dass ich Taxpool nicht zur Rechnungserstellung nutze, sondern Rechnungen lediglich über "Kunden/Lieferanten → Einfache Erfassung von Rechnungsdaten" erfasse. Dennoch:

    Wenn also Rechnungen (und damit auch OPs) mit gleichen Rechnungsnummern erstellt wurden, wird man die falsch eingegebenen Rechnungsnummern in der Faktura korrigieren müssen und nicht erst in den daraus erstellten Buchungen.

    Es geht mir nicht um Rechnungsnummern, sondern ausschließlich um die Belegnummern. Hauptsächlich deshalb habe ich die Begriffsliste in Post #12 niedergeschrieben, weil ich das Gefühl hatte, dass die Begriffe teilweise vermischt werden.


    Zur Redundanz

    Mein Punkt zur Redundanz bezog sich nicht auf die fachliche Ebene (dass Belegnummer, Rechnungsnummer und Fremdbeleg unterschiedliche Informationen sind – das ist klar), sondern auf die technische Ebene:

    Wenn ein Eintrag unter Kunden/Lieferanten mit einem Buchungssatz verknüpft ist, existiert die Belegnummer (und auch die Fremdbelegnummer) an zwei Stellen in der Datenbank – einmal im Rechnungsdatensatz, einmal im Buchungssatz. Diese redundante Datenhaltung ermöglicht rein datenkonzeptionell - also vom Datenmodell her - , dass unterschiedliche, widersprüchliche Werte gespeichert sein könnten. Konsistent bleibt das nur, wenn die Synchronisation immer und überall sauber durchgeführt wird. In einer Konsistenzprüfung (Gegenüberstellung der Werte bei korrekter Datensatz-Verknüpfung) würden Abweichungen auffallen. Redundante Datenhaltung ist grundsätzlich möglich, erfordert aber konsequente Synchronisation – noch besser ist es, solche Redundanzen bereits im Datenmodell zu vermeiden, wann immer möglich.

    Und genau das passiert hier: Die Synchronisation funktioniert teilweise, aber eben nicht durchgängig zuverlässig. Bei manchen Änderungen werden die gespiegelten Felder in den verknüpften Datensätzen aktualisiert, bei anderen nicht.

    Und noch zu [1] / Belegkreise bei Zahlungen: Die Belegnummer der Zahlungsbuchung wird im Rahmen der OP-Verknüpfung auf die der Rechnung gesetzt – siehe den ergänzt eingepflegten Link in meinem Posting #11.

    Viele Grüsse
    blinky

    Taxoloop

    Ich habe über die Vorschau hinaus nun einmal die Neunummerierung der Belege ausgeführt.
    Unter Kunden/Lieferanten finden sich in den jeweiligen Rechnungssätzen weiterhin die alten Belegnummern (z.B. RE-24, siehe links im Bild zuvor), während in der Buchungsliste RE-3 erscheint.

    Insofern hast Du (für mich bedauerlicherweise) recht. Die Daten werden offensichtlich intern mehrfach/redundant gehalten. Das ist immer eine Schwachstelle/Fehlerstelle für potentielle Inkonsistenzen, die immer genau dann zu Tage tritt, wenn die Daten per Programmcode nicht richtig synchronisiert werden.

    Dennoch ganz kurz zu den Begrifflichkeiten, da ich das Gefühl habe, dass diese hier teilweise vermischt werden:

    1. Belegnummer
      1. Technisch als Datenfeld in der Buchungsliste - in der Anwendung möglicherweise separat gehalten als extra Datenfeld für das Resultat als Text: "RE-24", dann Belegkreis "RE" und Zähler "24"
      2. Technisch als separate Datenfelder in Kunden/Lieferanten: Belegkreis und Zähler
    2. Rechnungsnummer (separates Datenfeld in Kunden/Lieferanten. Hat nichts mit der Belegnummer zu tun, Allerdings würde man bei Ausgangsrechnungen die Belegnummer wohl zur Ausgangsrechnung passend setzen, also RA-1000 bei der Rechnungsnummer 1000)
    3. Fremdbeleg
      1. separates Datenfeld in Kunden/Lieferanten
      2. möglicherweise(?) auch nochmals auf Ebene der Buchungssätze selbst vorhanden

    Und nur um es klarzustellen: Ich will keine neue Rechnungsnummern vergeben (weder Eingang noch Ausgang), sondern nur die Belegnummern glattziehen.

    Momentan werde ich das wohl am Besten so machen, dass ich alle Daten exportiere, in einer Excelliste sauber durchnummeriere und dann manuell alles wieder im Programm neu eingebe - das eben auch direkt an den verschiedenen Stellen, wo es redundante Datenfelder gibt, weil ich leider nicht auf die Konsistenz vertrauen kann. ( modular Es wäre wirklich schön, wenn das "gehärtet", also verbessert werden könnte, so dass man sich über die Datenkonsistenz nicht so sehr Sorgen machen und manuell kümmern muss).

    Danke euch allen!

    modular

    Dankeschön -- soweit klappt das bei mir auch teilweise, keine Frage. Es klappt eben nur nicht vollständig konsistent.
    Habe es mal mit Deinen Einstellungen getestet:


    Auch bei Inaktivierung von "Manuelle Belegnummerierung nicht ändern" bleibt das identisch.

    Zu [1]: Da haben wir einen Link in die wenigen Buchungen vom 31.12.2023 --- die Belegnummer wird dadurch bereits nicht eindeutig. Das hatte ich schon mal gemeldet und befürchte, dass das nicht sauber ist und beim Übertrag der Daten (DATEV) im Hinblick auf die OPOS Probleme verursachen dürfte. Darum ging es mir hier aber gar nicht primär, erwähne es aber nochmal, da hier ersichtlich.

    Zu [2]: Die Buchungen vom 16.01.2024 und 01.02.2024 sind in Taxpool per OP-Funktion verknüpft. Zwar erhält die Buchungen vom 16.01.2024 eine neue Nummer, der verknüpfte Datensatz vom 01.02.2024 aber nicht. Bei etlichen anderen Buchungssätzen funktioniert es, aber es gibt diverse weitere Buchungssätze ("Paare", also Eingang und Ausgang), bei denen es eben nicht klappt und die Belegnummer wie "festgetackert" ist.

    Auch das Löschen der Zahlungszuweisung über OPV und erneute Zuweisung ändert daran nichts. Der zweite Buchungssatz bleibt bei RE-1.
    Wie gesagt, dass ist nicht das einzige Vorkommnis, bei dem es keine Neunummerung gibt. Bei einigen anderen Buchungs"paaren" würde es laut Vorschau aber einwandfrei klappen.

    Ferner ein möglicher Bug, auch wenn hier thematisch auch separat:
    Ändere ich die Fremdbelegnummer in Kunden/Lieferanten, so wird der Buchungssatz vom 16.01.2024 entsprechend aktualisiert. Der Fremdbeleg vom 01.02.2024 aber nicht. Im Rahmen der OP-Verknüpfung findet aber auch eine Aktualisierung des Fremdbelegs bim 01.02.2024 statt. Das wirkt ebenfalls inkonsistent. Beim DATEV-Export scheint eine erweitere Routine aber die Daten über die Verknüpfung aufzulösen, dass dass ich den Fremdbeleg aus dem 16.01.2024 erhalte (müsste ich nochmal testen, ich glaub aber, dass es so war).

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für eure Rückmeldungen! Es liegt offenbar ein Missverständnis vor, weil ich das im ersten Posting wohl nicht genau genug erklärt hatte: Ich nutze Taxpool nicht zur Rechnungserstellung. Die Rechnungen (Eingang und Ausgang sowieso) werden extern erzeugt und ich erfasse sie lediglich über "Kunden/Lieferanten → Einfache Erfassung von Rechnungsdaten".

    Da viele dieser Rechnungen wiederkehrend die gleichen Beträge haben, hatte ich die Kopierfunktion genutzt – dabei wurden leider die Belegnummern mitkopiert.

    den Belegkreis der Rechnungen auswählst

    Vielen Dank für den Hinweis mit der Dropdown-Liste bei den Belegkreisen – die war mir tatsächlich nicht aufgefallen.

    Leider erreiche ich auch mit dieser Vorgehensweise das Ziel nicht. Egal welche Einstellungen ich in der Programmmaske "Belege neu durchnummerieren" wähle – wenn ich den Belegkreis "RE" auswähle und die Vorschau erstelle, erhalte ich trotzdem Dubletten und Fehlzuordnungen bei der Vergabe der neuen Belegnummern.

    Diese Dubletten gibt es sogar innerhalb den grünen Datensätzen, also denen, die laut Vorschau neu nummeriert würden. Beispielsweise wird RE-27 sechs mal vergeben – für 3 verschiedene Rechnungen mit den jeweils zugehörigen Zahlungsausgängen vom Bankkonto. Ich hätte hier drei verschiedene Belegnummern erwartet.

    Zusätzlich sehe ich auch keinen Unterschied im "Neu durchnummerieren"-Ergebnis, egal ob ich das Häkchen rechts neben "Belegkreis/Belegnummer" im Bereich der Rechnung (unter Kunden/Lieferanten) aktiviert habe oder nicht.

    Wenn man in Taxpool nach „Belegdatum" aufsteigend sortiert, werden die Buchungssätze einer Splitbuchung derzeit in scheinbar zufälliger Reihenfolge angezeigt.

                  

    Schöner wäre es, wenn die Darstellung konsistent erfolgen würde: Die Hauptbuchung (mit dem „+"-Symbol) sollte meinem Dafürhalten nach zuerst erscheinen, gefolgt von den zugehörigen Teilbuchungen (mit dem „−"-Symbol). Für die Reihenfolge der Teilbuchungen untereinander habe ich keine spezifische Präferenz – ob schlicht nach Erfassungsreihenfolge oder primär nach Teilbetrag absteigend (mit Erfassungsreihenfolge als sekundärem Kriterium bei gleichen Beträgen), wäre mir gleich.

    Interessanterweise wird die „korrekte" Sortierung hergestellt, sobald man anschließend den Button „Sortieren" (neben OP/OPV) anklickt.

    Vielleicht ließe sich dieses Verhalten direkt beim Klick auf die Spaltenüberschrift „Belegdatum" integrieren – der zusätzliche Klick erscheint unnötig.

    Wie im Titel angedeutet: nur Kosmetik, nicht dringend. Vermutlich aber mit wenig Aufwand umsetzbar.

    Danke + Gruß
    blinky

    Hallo zusammen!

    Wenn auch etwas spät, so habe ich mich hiermit doch noch einmal beschäftigt. Daher:

    Danke für den Hinweis auf § 146 AO – aber ich glaube, der greift hier nicht ganz.

    § 146 Abs. 1 AO verlangt, dass Buchungen „einzeln, vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet" vorzunehmen sind. Von einer Belegnummer steht da nichts.

    Die GoBD sind hier differenzierter. Rz. 77 beschreibt, was ein Beleg enthalten soll – darunter eine „eindeutige Belegnummer (z.B. Index, Paginiernummer, Dokumenten-ID)". Aber selbst dort steht: „Sofern die Fremdbelegnummer eine eindeutige Zuordnung zulässt, kann auch diese verwendet werden."

    Entscheidender ist Rz. 64:

    „Zur Erfüllung der Belegfunktionen sind deshalb Angaben zur Kontierung, zum Ordnungskriterium für die Ablage und zum Buchungsdatum auf dem Papierbeleg erforderlich. Bei einem elektronischen Beleg kann dies auch durch die Verbindung mit einem Datensatz mit Angaben zur Kontierung oder durch eine elektronische Verknüpfung (z. B. eindeutiger Index, Barcode) erfolgen. Ein Steuerpflichtiger hat andernfalls durch organisatorische Maßnahmen sicherzustellen, dass die Geschäftsvorfälle auch ohne Angaben auf den Belegen in angemessener Zeit progressiv und retrograd nachprüfbar sind."

    Das bedeutet konkret:

    Bei Papierbelegen kann man Kontierung und Belegnummer draufschreiben – muss aber nicht, wenn die organisatorischen Maßnahmen stimmen. Und bei elektronischen Belegen (also auch eingescannten PDFs) genügt die „elektronische Verknüpfung" – also der technische Verweis in der Datenbank (von Taxpool), der den Buchungssatz mit dem hinterlegten/zugehörigen Beleg verbindet.

    Und genau hier liegt mein Punkt:

    Die Buchungsnummer – also die interne ID, die Taxpool für jeden Buchungssatz automatisch vergibt – existiert immer, unabhängig von den Einstellungen (also ob Belegnummerkreis/Belegnummer aktiv oder inaktiv). Wenn ich zusätzlich den Beleg als PDF direkt an den Buchungssatz hänge, ist die Zuordnung durch diese Verknüpfung bereits gegeben.

    Das Feld Belegnummer in der Buchungsmaske ist davon unabhängig – ein separates Feld, das traditionell dazu dient, eine Nummer auf den Papierbeleg zu schreiben, um ihn im Ordner wiederzufinden.

    Mein Problem
    Wenn ich die Belegnummernfunktion aktiviert habe – weil sie bei Eingangs- und Ausgangsrechnungen durchaus Sinn ergibt – dann erzwingt Taxpool bei jeder Buchung eine Nummer in diesem Feld. Auch dort, wo sie keinen Sinn hat.

    Bei einer AfA-Buchung oder einer USt-VA-Zahlung steht dann z.B. „1" oder „SO-0001" im Belegnummernfeld. Aber diese Nummer führt nirgendwohin – kein Beleg ist so beschriftet, kein PDF so benannt. Sie verweist ins Leere.

    Das widerspricht meinem Verständnis von sauberer Datenstruktur: Ein Verweis sollte auf etwas Existierendes zeigen. Eine Belegnummer ohne zugehörigen Beleg ist wie ein Wegweiser in eine Richtung, wo nichts zu finden ist. Das ist nicht nur überflüssig – es suggeriert auch eine Ordnung, die nicht existiert, und untergräbt damit genau die Nachvollziehbarkeit, die eine Belegnummer eigentlich herstellen soll.

    Deshalb mein ursprünglicher (zweiter) Gedanke:
    Es wäre sinnvoll, wenn man das Belegnummernfeld bei einzelnen Buchungen leer lassen könnte – auch bei aktivierter Belegnummernfunktion. Ein Mittelweg zwischen „komplett deaktivieren" und „überall erzwingen".

    Dass mein Buchhalter in DATEV seit über 10 Jahren ohne manuell erfasste Belegnummern arbeitet, zeigt zumindest, dass es in der Praxis auch anders geht und offenbar nicht erforderlich ist.

    Ich würde mir daher zeitnah erlauben, dies als separaten Verbesserungsvorschlag zu erfassen – sofern nicht bereits dieser Thread dorthin verschoben wird.

    Viele Grüsse!
    blinky

    Guten Tag!

    Gerne würde ich – analog zu den bereits dokumentierten Feldern rund um die Beleg-Information – den Inhalt des Feldes „Fremdbeleg“ je Buchungssatz in einem Lua-Skript auslesen können.

    In der Taxpool-Dokumentation habe ich bisher lediglich folgende Felder finden können:

    • BEF_BELEG: Der komplette Belegtext, z.B. "Bank-0001"
    • BEF_BELEGNUMMERN_ZAEHLER: Der interne Zahlenwert des Belegs, z.B. 1
    • BEF_BELEGNUMMERN_KREIS: Der Belegkreis, z.B. "Bank"
    • BEF_BELEGNUMMERN_KREIS_ID: Die interne ID des Belegkreises

    Ein explizites Feld oder eine Funktion zum Zugriff auf das Feld Fremdbeleg konnte ich jedoch nicht entdecken.

    Frage: Gibt es eine (ggf. undokumentierte) Möglichkeit, den Fremdbeleg eines Buchungssatzes per Lua auszulesen? Falls ja, über welches Feld ist dies möglich?

    Momentan habe ich den Eindruck, dass dieses Feld momentan noch nicht ausgelesen werden kann.

    Vielen Dank im Voraus!

    Grüsse
    blinky

    Hallo zusammen!

    Gibt es eine Lua-Funktion in Taxpool, die den aktuell in der Anwendung ausgewählten/aktiven Datumsbereich zurückgibt?

    Bei vielen Auswertungen und Exporten wird in Taxpool ein Datumsbereich gewählt (z.B. 1.1.2024 bis 31.12.2024).
    Dieser bereits eingestellte Zeitraum soll in einem gestarteten Lua-Skript weiterverwendet werden, um z.B. mit get_bookings() genau die Buchungen aus diesem Datumsbereich abzurufen, ohne die Datumsangaben im Skript hart codieren zu müssen. Die möglichen Anzeige-Dialoge scheinen darüber hinaus ebenfalls keine solche Abfrage zu erlauben (was auch unnötig redundant wäre, wenn sich das Lua-Skript sowieso auf den ausgewählten Datumsbereich stützen soll).

    Etwa im Stile von:

    Code
    local datum_von, datum_bis = taxpool.get_selected_date_range()

    In der offiziellen Lua-Dokumentation von Taxpool finde ich dazu leider nichts.

    Die Funktion get_bookings() erwartet die Datumsangaben ja als Parameter, aber es wäre wünschenswert, automatisch auf die bereits in der Oberfläche vorgenommene Auswahl zugreifen zu können.

    Danke + Gruss!
    blinky

    Guten Tag!

    Mir scheint, dass die von Taxpool vorgesehenen Lua-Felder BEF_DOKUMENTE bzw. BEF_DOCUMENTS nur die direkt dem Buchungssatz zugeordneten Dokumente zurückliefern.
    Mein Interesse gilt jedoch auch den indirekt verknüpften Dokumenten.

    Dokumente zu einem Buchungssatz können - so mir bekannt ist - an zwei Stellen hinterlegt sein:

    1. Direkt am Buchungssatz selbst,
    2. indirekt im zugehörigen Kunden- oder Lieferantendatensatz (bei den aus dem Kunden-/Lieferanten-Bereich erzeugten Buchungssätzen).

    Die indirekten Dokumente werden in der GUI (per Beleg-Icon und im Menü „Dokumente“) angezeigt und auch bspw. bei einem DATEV-Export berücksichtigt. Sie scheinen aber per Lua offenbar nicht abrufbar/auslesbar/„erreichbar“ zu sein.

    Daher meine Frage: Gibt es eine Möglichkeit – ggf. auch undokumentiert –, um auf diese indirekt verknüpften Dokumente per Lua zuzugreifen?

    Nach Durchsicht der gesamten Taxpool-Lua-Dokumentation ist keine solche Funktionalität erkennbar – aber vielleicht gibt es doch einen Weg?

    Falls nicht wäre nach meinem Dafürhalten hilfreich:

    • die Felder BEF_DOKUMENTE / BEF_DOCUMENTS entsprechend erweitert zu befüllen, oder
    • weitere Lua-Felder anzubieten mit der Liste der Dokumente der indirekten Verknüpfungen, oder
    • eine Referenz auf den zugehörigen Kunden-/Lieferantendatensatz (z. B. interne ID) samt Funktionen zum Auslesen von Dokumenten aus Kunden-/Lieferanten-Datensätzen.

    Also beispielsweise:

    • BEF_DOKUMENTE_DIREKT / BEF_DOCUMENTS_DIRECT einzuführen (befüllen mit der heutigen Logik für BEF_DOKUMENTE / BEF_DOCUMENTS),
    • BEF_DOKUMENTE_INDIREKT / BEF_DOCUMENTS_INDIRECT einzuführen (befüllen mit den Dokumenten aus dem verknüpften Kunden/Lieferanten Datensatz)
    • BEF_DOKUMENTE / BEF_DOCUMENTS als konkatenierte Liste aus beidem bereitzustellen. Ggf. mit einem Attribut, das die Herkunft benennt (direkt/indirekt).


    Vielen Dank!

    Beste Grüsse!
    blinky

    Guten Tag!

    Gerne würde ich – analog zum Setzen bei der Anlage – die Buchungskontenbezeichnung zu einer gegebenen Buchungskontonummer per Lua-Funktion abrufen können, idealerweise für beliebige Konten im relevanten/aktiven Kontenrahmen (nicht nur Kunden/Lieferanten).

    In Taxpools Lua-Dokumentation sind aktuell folgende Funktionen zum Anlegen (CREATE) definiert:

    Quote

    add_debitor_entry, add_creditor_entry
    Beschreibung: Erzeugt einen neuen Kunden oder Lieferanten und gibt dessen Zugriffsnummer zurück.
    Bei einem Fehler werden -1 und eine Fehlermeldung zurückgeliefert.
    Parameter 1: Eine Kontonummer für Kunden 10000-69999 für Lieferanten 70000-99999.
    Parameter 2 (optional): Eine Firmenbezeichnung.
    local deb, err=taxpool.add_debitor_entry(12000, "KundeX")

    Es existiert also eine Möglichkeit, beim Anlegen einer Kunden- oder Lieferantenkontonummer optional eine Bezeichnung zu übergeben.

    Gibt es eine (ggf. undokumentierte) Funktion zum Auslesen (READ) dieser Bezeichnung?
    Zum Beispiel

    • get_account_label(12000) mit Rückgabewert "KundeX"

      oder

    • get_account_label(6020) mit Rückgabewert "Gehälter" (SKR04)

    Ich habe die Taxpool-spezifische Funktionsreferenz durchgesehen, habe aber keine hierzu geeignete Funktion finden können.

    Momentan scheint es mir, als wäre im CRUD-Modell funktional lediglich das "C" abgedeckt.
    Dennoch möchte ich vorsorglich nachfragen, bevor ich von einer Lücke ausgehe.

    Vielen Dank im Voraus!

    Grüsse,
    blinky

    Hallo zusammen,

    mit dem nun 20ten Beitrag hier möchte ich für meinen Teil abschließen was die funktionale Diskussion betrifft und ergänzend auf das offenbar grundsätzliche Problem der Diskussion eingehen.

    Mein Request war: Dateinamen der verknüpften Belege zu Buchungssätzen anzeigen – für effiziente Kontrolle der Belegzuordnung (vor der Weitergabe nach Extern). Dazu verschiedene Ansätze (Tooltip, Bericht) plus erweiterte Ideen zur präventiven Fehlervermeidung (Pattern-Prüfung bei Verknüpfung).

    Dann passierte das hier:

    • Grundsatzdiskussion ob Dateinamen überhaupt verlässlich sind
    • Infragestellen ob die Prüfung nicht außerhalb von Taxpool erfolgen sollte
    • Thread-Hijacking für APIs und E-Rechnungen (obwohl schon klar im Eingangspost abgegrenzt)
    • Alternative Lösungen vorschlagen (externe Belegnummer, E-Rechnungen, Belegscan-Feature)
    • Falsche Prämissen unterstellen
    • Versuchen über Feature-Priorisierung zu entscheiden

    Das fühlt sich so an, als würde jemand vorschlagen "Ich möchte die Schriftgröße ändern können" und bekommt als Antwort: "Wenn deine Augen besser wären, bräuchtest du das nicht."

    Ja, die Fragen waren vermutlich gut gemeint. Aber statt zu prüfen ob die Anforderung für andere User relevant sein könnte, wurde hinterfragt ob:

    • Die Voraussetzungen überhaupt stimmen (sind die Dateinamen korrekt?)
    • Taxpool der richtige Ort ist (sollte extern geprüft werden?)
    • Es nicht bessere Alternativen gibt (E-Rechnungen, APIs, andere Felder?)

    Wie derauchnoch es treffend formuliert hat: Es wurden "Fragen beantwortet, die nicht gestellt waren und hier für die gewünschte Funktion nicht relevant sind".

    Ob die Ausgabefunktion für anderen Usern auch helfen würde, wurde nicht geklärt. Stattdessen wurde versucht zu erklären, warum die Möglichkeit einer simple Einsicht in bereits vorhandene Daten grundsätzlich falsch oder unnötig sei.

    Zu den "besseren Alternativen":

    E-Rechnungen kommen erst noch (EU-Pflicht ab 2025/2026), werden nicht weltweit Standard sein, und Belege sind nicht nur Rechnungen (Verträge, Bescheide, interne Dokumente etc.). Auf absehbare Zeit gibt es einen Mix.

    Die Belegscan-Funktion (OCR, automatische Zuordnung, Betragsextraktion) ist ein großes Feature das schon lange angekündigt, aber noch nicht umgesetzt ist – vermutlich weil es aufwändig ist.

    Aber würde selbst das alle Probleme lösen? Nein:

    • Funktioniert nur bei standardisierten Rechnungen
    • Nicht bei allen Belegtypen (Verträge, handschriftliche Belege, Screenshots etc.)
    • Erfordert trotzdem manuelle Nachkontrolle
    • Löst nicht das Problem der Übersicht: Welche Belege habe ich welchen Buchungen zugeordnet? Denn es wird nicht nur E-Rechnungen geben.

    Mein Vorschlag ist eine simple Ausgabefunktion – kein Hexenwerk, sondern Anzeige vorhandener Daten. Das ist keine Konkurrenz zu großen Features, sondern eine pragmatische Ergänzung.

    Bei Software-Diskussionen erschwert fehlendes IT-Verständnis die Kommunikation erheblich. Mit Strohmann-Argumenten und Ablenkung von der eigentlichen Anforderung wird versucht, diese zu delegitimieren.


    wiko-services.de schreibt:

    dass Belege von Hand verknüpft werden und dabei offensichtlich ohne den Dateinamen zu beachten


    Die für mich bemerkenswerten Stellen im Zitat hebe ich eher so hervor:

    Das eigentliche Problem ist aber, dass Belege von Hand verknüpft werden und dabei offensichtlich ohne den Dateinamen zu beachten falsche Verknüpfungen vorgenommen werden.

    Und wie sollen Belege denn sonst zugeordnet werden, wenn nicht "von Hand", also manuell? Klar, bei automatischem Import mit Zuordnung mag das anders sein – aber das ist wohl kaum die exklusive Nutzungsweise von Taxpool. Die meisten User werden Belege per Drag&Drop oder "Dokument hinzufügen" manuell verknüpfen.

    Und das Wort "offensichtlich" macht daraus eine falsche Tatsachenbehauptung – obwohl genau das Gegenteil der Fall ist. Natürlich wird der Dateiname beachtet, genau deshalb macht der gewünschte Bericht ja auch Sinn. Wo manuell gearbeitet wird, können aber Fehler passieren. Sonst bräuchte Taxpool ja auch keine Löschen- und Storno-Funktionen.

    Dann formuliert wiko-services.de: "Ich kann die Entwickler nur darum bitten, ihre Kapazitäten nicht für solche Aufgaben einzusetzen."

    Das mag als "Bitte" formuliert sein, ist aber faktisch der Versuch, über die Priorisierung von Features zu entscheiden – eine Rolle die niemandem von uns zusteht. Nennt sich "Gatekeeping" und ist Sache des Software-Herstellers/der Entwickler.

    Wenn jeder versucht, Vorschläge anderer zu blockieren weil sie nicht zum eigenen Workflow passen, wird das Forum unbrauchbar.
    Wie es derauchnoch bildlich schön ausdrückte: "Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler."

    derauchnoch verstand den Request sofort und bestätigte den Bedarf auch in seinem Szenario. Mein ursprünglicher Post war umfassend und klar formuliert – mit Use Case, konkreten Beispielen, Lösungsansätzen und der Erklärung, dass eine solche Ansicht heute nirgends erstellt werden kann bzw. zumindest Unkenntnis darüber herrscht, wie eine solche Ausgabe erzeugt werden könnte.

    Für künftige Diskussionen wäre es eventuell wie folgt hilfreich: Verstehen was gewünscht wird → Prüfen ob es für andere User relevant ist → Konstruktiv ergänzen → Entwickler entscheiden lassen.

    Oder gar das Unterforum so zu ändern, dass auf Vorschläge erst gar nicht geantwortet werden kann, solange der Hersteller nicht grundlegende Bereitschaft zur Annahme signalisiert hat, dazu Rückfragen hat oder das Thema aktiv zur Diskussion öffnet.

    Aus meiner Sicht ist der Request dokumentiert. Hersteller respektive Entwickler entscheiden.

    Meinerseits habe ich mich erschöpfend erklärt und daher war es das meinerseits hierzu auch, solange es Hersteller-seitig keine Rückfragen gibt.

    Beste Grüße!

    Ist Deine Frage, ob es eine technische/lizenzmäßige Limitierung innerhalb Taxpool bzgl. der möglichen Anzahl der Kreditoren gibt?

    Sprichst Du davon, dass Du diese Anzahl an Kreditoren bereits in Taxpool hast (und nun evtl. Probleme beobachtest) oder geht es Dir darum, dass Du diese aus einem anderen System nach Taxpool übernehmen/importieren möchtest?

    Hallo zusammen,

    zum vorgeschlagenen ASCII-Export möchte ich dennoch die Anwendersicht hervorheben.

    Ich verstehe, dass der Hinweis auf den ASCII-Export gut gemeint ist und technisch auch funktionieren kann. Allerdings möchte ich hier differenzieren zwischen "es gibt einen Weg" und "es gibt eine gute, praktikable Lösung". Aus meiner Sicht sind das zwei verschiedene Dinge.

    Standardisiertes DATEV-Format vs. manuelle Konfiguration

    Das DATEV-Format (DTVF/EXTF) ist ein wohldefinierter Standard mit fest spezifizierten Feldern - entwickelt genau für den Datenaustausch zwischen Systemen.

    Beim ASCII-Export muss man hingegen:

    • Beim Export die relevanten Felder manuell auswählen (oder innerhalb von DATEV die Wahl des Standardexports "Buchungsstapel")
    • Beim Import nach Taxpool dort vermutlich ein Feldmapping durchführen
    • Hoffen, dass nichts vergessen oder falsch zugeordnet wurde

    Das ist nicht nur umständlich, sondern auch fehleranfällig - besonders wenn man bedenkt, dass auch der DATEV-ASCII-Standardexport "Buchungsstapel" laut Dokumentation versionsabhängig ist und mal ein Feld mehr oder weniger haben kann.

    Wer ist die Zielgruppe? StB/Buchhalter und Taxpool-Nutzer

    Wie j.tudeski treffend angemerkt hat: Die typischen DATEV-Anwender haben oft keinen IT-Hintergrund. Viele Steuerberater und Buchhalter sind bereits mit CSV-Formaten überfordert, geschweige denn mit Feldauswahl, Strukturdefinition und Mapping.

    Das deckt sich exakt mit meinen eigenen Erfahrungen aus 20 Jahren Zusammenarbeit mit verschiedenen Steuerkanzleien: Einen maßgeschneiderten Datenexport zu konfigurieren (oder umgekehrt gar einen Import in die Buchhaltung) ist in der Praxis nahezu unmöglich oder zumindest extrem aufwendig, weil sich die (meisten) Mitarbeiter in Steuer- und Buchhaltungsbüros mit solchen technischen Details schlicht nicht auskennen. Das ist auch nicht ihre Kernkompetenz - sie sind Buchhalter und Steuerberater, keine Datenbank- oder Schnittstellenspezialisten.

    In der Hilfe zum alten DATEV-Import (OBE/KNE) wird selbst erklärt:

    "Die Daten sollten im neuen DATEV-Pro-Format importiert werden, dass das alte DATEV-Format ablöst."

    Das macht auch absolut Sinn - es gibt ja bereits ein standardisiertes Datenaustauschformat. Warum sollte man dann auf einen proprietären, manuell zu konfigurierenden ASCII-Export ausweichen müssen?

    Was Anwender erwarten (dürfen)

    Eine moderne Buchhaltungssoftware sollte mit dem Standardformat arbeiten können, wie es aus dem Quellsystem kommt. Der Batch-Import mehrerer DTVF-Dateien aus einem Ordner wäre:

    • Technisch einfach umzusetzen (bestehende Import-Logik in einer Schleife, wobei das Steuerkennzeichen im DATEV-Header bzgl. handelsrechtlicher/steuerrechtlicher Buchungen natürlich zu berücksichtigen wäre)
    • Im Einklang mit Taxpools eigener Empfehlung (DATEV-Pro-Format nutzen)
    • Benutzerfreundlich für die Zielgruppe
    • Fehlersicher durch standardisiertes Format


    Ergo

    Ich verstehe die Argumentation, dass Altjahres-Importe eher die Ausnahme sind und dass bei laufendem Betrieb meist nur einzelne Dateien anfallen. Aber gerade beim Onboarding neuer Nutzer - also beim Systemwechsel - wäre ein komfortabler Batch-Import ein erheblicher Mehrwert.

    Mir geht es nicht darum, bestehende Lösungsansätze schlecht zu reden. Ich möchte vielmehr anregen, die Perspektive der Zielgruppe mitzudenken: Was ist für einen durchschnittlichen Anwender ohne IT-Kenntnisse realistisch umsetzbar? Und wo könnte die Software den Anwender besser unterstützen, anstatt von ihm zu verlangen, sich in technische Details einzuarbeiten oder seinen Steuerberater damit zu behelligen?

    Der ASCII-Export und ASCII-Import mag für IT-affine Power-User funktionieren - aber sollte das wirklich der empfohlene Weg sein, wenn es ein standardisiertes Format gibt, das genau für solche Zwecke entwickelt wurde?

    Ich würde mir wünschen, dass Taxpool hier auf seine eigene Stärke setzt: Die Integration des standardisierten DATEV-Formats - nur eben vollständig, mit Batch-Funktionalität.

    Als Anregung eines "Workarounds" verstehe ich es, um eine Lösung aufzuzeigen, mit der ein Anwender zeitnah sein Ziel erreichen könnte. Aber dies sollte den Anwenderwunsch damit nicht negieren oder gar "wegwischen".

    Viele Grüße!
    blinky

    Das habe ich probiert, aber der Import bei Taxpool hat nicht funktioniert, weil einige Konten fehlen.

    Erhältst Du denn irgendwo einen Hinweis, welche Konten konkret fehlen?

    Hast Du probiert, diese zuerst anzulegen und den Import erneut zu probieren?

    Rein vom Bauchgefühl her wäre genau dieser technische DATEV-Export samt Belegbildern auch mein Mittel der Wahl für die Datenübertragung.